Wir über uns

100 Jahre  Bäckerei-Conditorei  Verspohl

Seit 1898 Bäckerei Verspohl in Altenberge

"Qualität auf den Punkt gebracht". Seit jeher ist dieser Slogan in Verbindung mit dem Namen Verspohl eine Garantie für  Qualität und Frische.

Die Geschichte der 100 Jahre alten Firma reicht jedoch weit über das Jahr 1898 hinaus, auch wenn den Vorfahren  nicht das Bäckerhandwerk als "Broterwerb" diente. Familiendokumente aus dem 18. Jahrhundert künden noch heute vom regen Geschäft des Schmiedes Bernhard Wilhelm Verspohl, in dessen Steuerinventar von 1797 und 1799 man über  die Aktiva und Passiva nachlesen kann. Sein Wohn- und Geschäftshaus an der Billerbecker Strasse (später Müllenbeck) wurde vor rund 20 Jahren abgerissen.

Die älteste dokumentierte Angabe stammt aus dem Jahre 1769 und  berichtet von einer Eisenlieferung, so dass das Familienunternehmen auf eine mehr als 200jährige Handwerksgeschichte zurückblicken kann.

Dem Beruf des Schmiedes blieb auch der Sohn Franz Bernhard Verspohl treu, der  1883 im Alter von 43 Jahren starb. Seine Frau Theresia Verspohl, geb. Benning, bestritt für ihre Kinder den Lebensunterhalt durch Nähunterricht und den Handel mit Kurzwaren.

 Der Gründer der Bäckerei und Konditorei wurde 1876 geboren. Rudolf Verspohl erlernte - wohl wie sich die Begeisterung für den Schmiedeberuf wegen des frühen Verlustes des Vaters  nicht auf den Sohn übertragen konnte - den Beruf des Bäckers und Konditors. Ein Zeugnis des Jahres 1897 aus der Feder des Borghorster Bäckermeisters August Betting berichtet von der Tätigkeit es jungen Bäckergesellen: "Der Bäckergeselle Rudolf Verspohl aus Altenberge hat bei mir vom 09. Dezember 1895 bis zum 01. Mai  1897 als Geselle gearbeitet und hat sich während dieser Zeit durch Fleiß und gutes Betragen ausgezeichnet und sich in jeder Hinsicht als ein durchaus tüchtiger Mann bewiesen, weshalb ich ihn jedem Meister nur bestens empfehlen kann".

 Der junge Geselle hat von diesem Zeugnis für Vorstellungen allerdings keinen  Gebrauch mehr gemacht, denn er war bereits dabei, sich durch den Bau eines Wohnhauses mit Bäckerei und Ladengeschäft eine eigene Existenz aufzubauen. Im Alter von 22 Jahren nahm Rudolf Verspohl im Dezember 1898 seine neue  Bäckerei in Betrieb. Zu Weihnachten verkaufte er das erste Brot an seine Kundschaft. Mit tatkräftiger Unterstützung seiner Mutter, dann mit Hilfe seiner Ehefrau Maria, geborene Temming, wuchs das Geschäft, so dass sich die  Bäckerei bald als zu klein erwies. 1929 entstand ein Anbau, in dem die Bäckerei mit einem größeren Ofen untergebracht wurde. Im Jahre 1906 wurde Rudolf Verspohl II geboren, der nach dem Schulbesuch in die Fußstapfen des Vaters trat  und im elterlichen Betrieb seine Bäckerlehre absolvierte. Später lernte er auf der Wanderschaft fremde Länder und Städte kennen und studierte unterwegs die Brotsitten. Leider konnte er diese  Erfahrung erst nach dem 2. Weltkrieg voll nutzen, als er das Geschäft und die Bäckerei, die während des Krieges von seiner jungen Ehefrau Maria, geb. Humberg, und dem Vater betreut wurden, endgültig übernahm.

 Kurze Zeit später wurde das Geschäft bereits modernisiert und erweitert. 1953 erfolgte der Umbau der Ladenfront, bei dem auch der ursprüngliche Eingang verlegt wurde. Zwei Jahre später, 1955  wurde eine neue Bäckerei mit zwei Backöfen gebaut. Die Inbetriebnahme der neuen Backstube erlebte der Gründer Rudolf Verspohl I noch, bevor er 1956 starb. Mit einem weiteren Umbau der  Geschäftsräume zu einem modernen SB-Lebensmittelgeschäft verdoppelte Rudolf Verspohl II später das Geschäftsvolumen. Nach seinem Tod 1971 übernahm zunächst seine Frau Maria die Geschäftsleitung.

Der älteste Sohn Rudolf Verspohl III, 1938 geboren, erlernte das  Konditorhandwerk in Münster bei der Firma Edwin Müller. Seine Erfahrungen sammelte er in mehreren Betrieben und Städten, darunter Köln und Stuttgart. Mit  24 Jahren legte er seine Meisterprüfung ab. Im Juni 1977 eröffnete er nach einem weiteren Umbau ein Bäckerei-Konditorei Fachgeschäft mit einem Café, das heute  aus Altenberge nicht mehr wegzudenken ist. Aktiv unterstützt wurde er von seiner Frau Maria Verspohl, geborene Pelster, und den langjährigen treuen Mitarbeiter.  Angemerkt sei hier, dass die Vornahmen Rudolf und Maria bereits in der dritten Generation identisch sind.

Erweitert wurde das Fachgeschäft 1989 um eine Filiale am neu gestalteten Marktplatz in Altenberge.  Im Februar 1993 verstarb die Mutter Maria Verspohl II und am 08. Dezember 1994  Rudolf Verspohl III. Seit de 01 Januar 1995 ist der Adoptivsohn von Rudolf III, Ansgar Verspohl, Inhaber der Firma.

Dank dem qualifizierten Einsatz der Mitarbeiter, dem Können und der Freude am Bäcker- und  Konditorberuf blickt die Firma Verspohl nach 100 Jahren erwartungsvoll in die Zukunft. Unter der Leitung von Ansgar Verspohl expandierte der Betrieb bereits um weitere Filialen. Durch die neuen  Standorte kann die Firma Verspohl den vielfältigen Wünschen der Kundschaft gerecht werden, die seit 1898 in der näheren und weiteren Umgebung zu ihrer Zufriedenheit mit frischen Backwaren beliefert werden.

 

Münsterstraße 2
48341 Altenberge
baeckerei@verspohl.com

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